Schuhe

Mittelalterliche Schuhe sind meist in wendegenähter Machart (Ausführung T) hergestellt. Dazu wird das Oberteil mit der späteren Innenseite an die Innenseite der Sohle genäht und danach umgewendet, sodass auf der Aussenseite keine Naht sichtbar ist.
Diese Sohle kann nicht stärker als 4 mm sein, weil sich der Schuh sonst kaum mehr wenden lässt. Schuhe von Darstellern der 2. Hälfte des 15. Jht. können mit zusätzlichen 6 mm starken Lederteilsohlen ausgestattet sein (Ausführung TP).
Wer heutigen Schuhkomfort mit mittelalterlichem look bevorzugt, wird die robustere moderne Machart wählen. Im Unterschied zur wendegenähten Machart haben solche Schuhe ein Lederfutter und eine feste lederne Fersenkappe. Eine Brandsohle und eine Zwischensohle mit einer 6 mm starken Ledersohle (Ausführung L) oder einer 6 mm starken Gummisohle (Ausführung R) aussen sorgen für einen guten Stand.
Die Schuhoberteile dieser modernen Machart sind aber dennoch handgenäht.

Renaissance-Schuhe werden originalerweise rahmengenäht, wie hochwertige handgemachte Schuhe noch heutzutage. Das Schuhoberteil und der Rahmen werden mit einem Pechdraht an die Brandsohle genäht, als Laufsohle eine 6 mm starke Ledersohle an den Rahmen (Ausführung W). Sie sind auch in der modernen Machart (Ausführung L oder R) lieferbar.

Die Sohlenform kann rund oder großzehenbetont sein, ausser Kuhmaulschuhen. Bei der Bestellung von Trippen genügt die Angabe der Schuhlänge und des Schuhumfangs mit Fuß drin an der breitesten Stelle.

>> Anleitung zum richtigen Maßnehmen
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